PALE ALE

Definition

Ein hopfenbetontes beziehungsweise ein obergäriges Bier. Das Pale Ale. Die Ursprünge des Biers liegen in England, was auch den Namen des Bieres erklären. Pale heißt auf Deutsch übersetzt so viel wie blass/bleich. Während des Brauprozess kommen hauptsächlich helle und nicht stark geröstete Male zum Einsatz. Die zusätzlich nicht so starke Hopfung des Bieres führen zu einem nicht so intensiven Geschmack und Färbung. Der Alkoholgehalt ist ebenfalls nicht sehr hoch. Dieser variiert zwischen 3,7% und 6,3%. Das Ale ist zudem ein moderates und ausbalanciertes Bier – der Anteil von Hopfe und Malz hält sich auf dem gleichen Level.

Die Geschichte

Die Wurzeln finden sich in Großbritannien. Dort wird die Bierart schon seit rund 300 Jahren gebraut. Durch die Erfindung von Koks war es damals den Braumeistern möglich weitaus hellere Malze zu produzieren als es gewöhnlich war. Das Resultat der neuen Weise zu brauen waren hellere und süffigere Biere wie das Pale Ale zu brauen. So war das Ale bereits Anfang des 19. Jahrhunderts in England etabliert und lieferte die Vorlage für untergärige Biere wie das Pilsner und das Helle.

Klassisch wurde das Bier mit englischen Hopfensorten gebraut. Mit der Züchtung von neuen Hopfensorten wurde in den 1970er Jahren das amerikanische Variante des Ale begründet. Insbesondere der Cascade Hopfen mit seinen Zitrusnoten spielte dabei eine große Rolle. Weitergeführt wurde der Bierstil von dem Unternehmen Sierra Nevada, deren Ale bis heute zu den Weltbesten gehört.

Unterschied Pale Ale & India Pale Ale (IPA)

Das Pale Ale liegt dem IPA grundsätzlich historisch gesehen voraus. Das IPA wurde erst Ende das 18. Jahrhunderts zum ersten Mal gebraut. Die Erfindung des IPA ging der Notwendigkeit einer längere Haltbarkeit des Bieres voraus. Um die indische Kolonie Englands mit Bier versorgen zu können, wurde das IPA erfunden, welches eine längere Haltbarkeit aufweist.

Das IPA ist im Vergleich zum blassen Ale stärker gehopft und weist ein stärkeres Höhenprofil auf. Das macht sich im Geschmack und im Geruch bemerkbar. Der größte Unterschied zwischen der beiden verschiedenen Sorten ist wohl der Grad der Hopfung. Die leichtere Hopfung resultiert in einer geringeren Bittere als die des IPA’s. Somit wird das Pale Variante aufgrund der gemäßigteren Bittere tendenziell von Craftbeer-Neulingen bevorzugt.

In folgenden Punkten unterscheidet sich das Pale Ale von dem IPA:

  • es ist weniger stark gehopft als das IPA
  • es hat eine geringere Stammwürze als das IPA
  • die Färbung ist heller als die des IPA

Die Verwendung von Hopfen & Malz

Bei einem Pale Ale findet sich eine moderate Balance zwischen Hopfen und Malz wieder. Wie oben beschrieben ist der Stammwürzegehalt geringer als der eines IPA. Dementsprechend ist auch der Alkoholgehalt geringer als der eines IPA. Die IBU-Werte liegen im Bereich 50 bis 60, was eine geringer Bittere des Biers beschreibt. Durch die gemäßigt starke Hopfung und die Verwendung leicht gerösteter Malze ist das Pale Ale nicht allzu intensiv und vollmundig. Farblich bewegt sich das klassische Variante im Bereich von 5,5 bis 7,5 EBC. Etwa im Spektrum von Pilsner und Wiener Malz. Vor allem kommen Karamellmalze beim Brauprozess nicht wirklich zum Einsatz.