GOSE

Definition

Diese Biervariante ist unter dem Namen Gose Bier oder Goslar Bier bekannt. Das Gose. Es ist ein leicht salines und obergäriges Bier. Im Vergleich zu den anderen Bierstilen kommt während der Hauptgärung des Biers eine offene Gärung zum Einsatz.

Alle Infos auf einem Blick:

  • Der saline Geschmack kommt durch den Einsatz von Kochsalz während des Brauprozess.
  • Es hat einen säuerlichen Geschmack aufgrund des Einsatzes von Milchsäurebakterien.
  • Es besitzt ein Koriander-Arome. Während des Brauprozess wird Koriander mitverbraut.
  • Der Geschmack, wie auch die Optik erinnern an ein Weizen.
  • Der Alkoholgehalt ist niedrig und variiert zwischen 4-5%.
  • Das Bier hat ein deutliche Rezenz. Es hat folglich also eine prickelnde Erscheinung.
  • Es ist ein eher erfrischendes und süffiges Bier. Folglich hat es hat geringe Bittererwerte und ist trocken im Abtrunk.

Geschichte des Gose

Das Gose. Ein obergäriges Bier, das wie der Name schon sagt aus der schönen Stadt Goslar kommt. Der Name ist auf den gleichnamigen kleinen Fluss im Harz zurückzuführen. Dessen Wasser wurde geschickterweise auch direkt für den Brauvorgang verwendet. Durch die Verwendung jenes Wassers gelangte das Bier auch an seinen bekannten salzigen Geschmack. Grund dafür waren die verschiedenen mineralstoffreichen Böden um Goslar herum. Bereits im 14. Jahrhundert wurde dieser Braustil praktiziert und zählt somit zu einer der ältesten deutschen Bierstilen.

Mit dem Aufschwung von anderen Bieren geriet das Gose, nachdem es Anfang 20. Jahrhundert noch sehr beliebt war, immer weiter in Vergessenheit. Im 19. Jahrhundert gab es in der Harz-Region um Dessau, Halle und Leipzig noch um die 80 Gosebrauerein. Das änderte sich schlagartig. So schloss die letzte Gosebrauerei 1966 erstmal ihre Türen. Zwei Jahrzehnte wurde versucht eben diese Schenke wieder zu eröffnen. Hinzu kam im Jahr 2000 der Bayrische Bahnhof als zweite Gosebrauerei, auf deren Initiative weitere kleine Braumeister folgten.

Dennoch kann man das Gose als Spezialität betrachten, dass nur noch den Bierkennern gekannt wird. Selbst in der Craftbeer-Szene findet das Bier nur noch wenig Anschluss. Seit 2014 feiert das Die unbeliebte Bier-Sorte jedoch einen kleinen Aufschwung durch die Craft Beer Brauerei Ale Mania. Ein Blick über den Atlantik zeigt, dass das Bier in Amerika schon seit Jahren sehr gut ankommt.

Das Gose-Bier heute

Das heutige Zentrum der Gosebrauereien hat sich von Goslar nach Leipzig verlagert. Dort wird unter Verwendung von Hefe und Lactobazillen das Gose gebraut. Ungefiltert und nicht pasteurisiert mit anschließender Gärung in der Flasche.

Im Vergleich zu damals muss heutzutage Salz im Brauprozess hinzugefügt werden, da sich die Wasserqualität zu damals verändert hat. Eigentlich verstoßen die Hinzugabe von Salz und Koriandersamen gegen das Reinheitsgebot von 1516. Jedoch bekommen Gosebrauer heute dafür trotzdem Genehmigungen – um das Gose Bier weiterführen zu können.